Finanztipps

Festgeldähnliche Geldanlagen beim Versicherer oft unbekannt

Viele Anleger fragen sich, ob festgeldähnliche Geldanlagen eine gute Alternative für sie sind. Dabei geht es ihnen vor allem darum, wie sie vorhandenes Geld in der anhaltenden Niedrigzinsphase sicher und vor allem ertragreich anlegen können. Mancher Marktkenner, zum Beispiel der gemeinnützige Verein GVI , hat zudem die Befürchtung, dass in den nächsten fünf bis zehn Jahren keine Kehrtwende der Niedrigzinsphase erfolgen wird. Anleger sollten nach Ansicht des GVI aus diesem Grund aktiv nach Alternativen suchen und nicht länger auf steigende Zinsen warten. In einer aktuellen Pressemitteilung weist der GVI deshalb auf Geldanlagen über Versicherer hin, die oft wenig bekannt sind.

In Deutschland ist die kurz- und mittelfristige Möglichkeit einer Geldanlage bei Versicherungsgesellschaften nicht sehr weit verbreitet. „Einzelne Versicherer bieten aktuell Kontingente von festgeldähnlichen Anlagemöglichkeiten an, teilweise auch für juristische Personen. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren werden dabei Renditen von über einProzent pro Jahr nach Kosten erzielt. Das ist in der heutigen Zinslandschaft bei sicheren Anlagen in Deutschland beachtlich, da oftmals sogar überhaupt keine Zinsen gezahlt werden“, erläutert GVI-Präsident Siegfried Karle zu diesem Thema.

Beispiel für festgeldähnliche Geldanlagen

Welchen Betrag Anleger in der Praxis verschenken, zeigt ein aktuelles Beispiel, das der GVI ebenfalls berechnet hat. Bei einem Anlagebetrag von 100.000 Euro fallen über einen Zeitraum von fünf Jahren Zinsen von rund 6000 Euro an. Insgesamt steigt das Kapital somit auf rund 106.000 Euro. Im Vergleich zu einer Geldanlage mit einer jährlichen Verzinsung von 0 Prozent kann man sich also einen Vorteil von rund 6000 Euro erarbeiten.

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Natürlich handelt es sich bei dieser Summe um die nominalen Zinsen. Für den realen Zinssatz sollte zudem die Höhe der Inflationsrate beachtet werden. Über die gleichen fünf Jahre verliert das Geld schließlich ein wenig an Kaufkraft. Kurz gesagt bedeutet das, dass man sich für 100.000 heute mehr kaufen kann als in fünf Jahren. Trotzdem lohnt es sich aus der Sicht der Anleger natürlich, möglichst hohe Renditen anzustreben.

Im Gegensatz zu den Chancen, die man etwa beim Kauf von Aktien oder Anleihen hat, klingt ein Zinssatz von einem Prozent nicht besonders hoch. Allerdings sollte man dabei bedenken, dass es hier um eine sehr sichere Form der Geldanlage geht. Aus diesem Grund kann man als Sparer keine hohen Zinsen erwarten. Die Anlage über einen Versicherer kann also als Beimischung für das eigene Portfolio durchaus sehr sinnvoll sein.

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