Finanztipps

Geldanlage für Kinder – fünf Alternativen für Eltern

Die richtige Geldanlage für Kinder ist für viele Eltern ein sehr wichtiges Thema. Die lieben Kleinen sind schließlich recht teuer, diese Erfahrung haben wohl alle Eltern schon einmal gemacht. Bis der Nachwuchs finanziell auf eigenen Beinen stehen kann, sollte man daher viel Geld einplanen. Wer allerdings schon früh damit beginnt, ein wenig Geld für die Kinder anzulegen, kann diesen später ein finanzielles Polster mit auf den Weg geben.

Früher haben Eltern und Großeltern oft Geld auf das Sparbuch der Kinder eingezahlt, auf dem sich das Geld nach und nach gesammelt hat. Aber ist das auch in Zeiten niedriger Zinsen noch immer sinnvoll? In diesem Artikel haben wir fünf Möglichkeiten zusammengestellt, mit denen Eltern für ihre Kinder vorsorgen und dabei auch noch eine möglichst hohe Rendite erzielen können.

Das Sparbuch als Klassiker

Bis heute gilt das Sparbuch als echter Klassiker bei der Geldanlage für Kinder. Das liegt in erster Linie daran, dass viele Eltern selbst damit aufgewachsen sind. Allerdings sind die Zinsen dafür heute in der Regel noch niedriger als die Inflationsrate – auf längere Sicht ist das eingezahlte Geld also weniger wert.

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In manchen Fällen kann ein Sparbuch aber durchaus sinnvoll sein. Das gilt vor allem für relativ kleine Summen. Viele Banken locken mit speziellen Angeboten, bei denen etwa die Zinsen für die ersten 500 oder 1000 Euro vergleichsweise hoch sind, darüber hinaus kann man hingegen kaum noch eine Rendite erzielen. Zudem gibt es für den Abschluss manchmal ein zusätzliches Guthaben geschenkt. Auf diese Weise versuchen Banken, ihre Kunden zu dieser Form der Anlage zu locken und an sich zu binden.

Festgeld oder Tagesgeld für Kinder

Auf einem Tagesgeldkonto kann man zwar ebenfalls keine hohen Zinsen erwarten, dafür ist das Geld sehr flexibel. Wenn die Kinder das angelegte Kapital bald ausgezahlt bekommen sollen, lohnt es sich, dieses Geld auf einem Tagesgeldkonto zu verwahren. Kleinere Geldgeschenke können ebenfalls nach und nach auf ein solches Konto eingezahlt werden – wenn sich größere Beträge angesammelt haben, sollten diese jedoch besser angelegt werden.

Ein Festgeldkonto ist nicht ganz so flexibel wie ein Tagesgeldkonto, da das Geld für einen bestimmten Zeitraum fest angelegt wird. Dafür fallen die Zinsen bei dieser Alternative ein wenig höher ist. Zudem ist das Geld bei beiden Varianten durch die Einlagensicherung der Banken geschützt. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Schutz von 100.000 Euro, darüber hinaus bieten viele Banken sogar noch höhere Sicherheiten – für den Nachwuchs dürfte das allemal ausreichend sein.

Sparplan mit Investmentfonds

Gerade bei einer Geldanlage für Kinder, über die man nachdenkt, wenn der Nachwuchs noch sehr klein ist, lohnen sich in der Regel Investmentfonds. Damit kann man ganz einfach in Aktien oder Anleihen investieren. Aufgrund des langen Anlagehorizonts lassen sich selbst Kursschwankungen über die Laufzeit hinweg verkraften. Über mehrere Jahre hinweg sind auf diese Weise oft sehr hohe Renditen möglich.

Viele Banken bieten ihren Kunden die Möglichkeit, mit Hilfe von Sparplänen in Fonds zu investieren. Dabei profitiert man in Zeiten niedriger Kurse davon, dass mit dem monatlich angelegten Kapital mehr Anteile gekauft werden. Dadurch wird die relativ kleine Zahl von Fondsanteilen ausgeglichen, die bei hohen Börsenkursen ins Depot wandern.

Bausparvertrag als Geldanlage für Kinder?

Wer Geld für den Kauf einer Immobilie ansparen möchte, kann mit einem Bausparvertrag zwei Dinge kombinieren. Zum einen wird das Geld verzinst, zum anderen kann man sich einen Kredit zu einem bestimmten Zinssatz sichern. Während die Zinsen aktuell sehr gering sind, ist es in vielen Fällen durchaus attraktiv, schon heute dafür zu sorgen, dass die Kinder in einigen Jahren ein günstiges Darlehen aufnehmen können.

Manche Eltern sorgen auf diese Weise auch schon vor, weil sie später in eine Immobilie investieren wollen. Dort können die Kinder wohnen, wenn sie aus den eigenen vier Wänden ausgezogen sind.

Alternative Anlageformen

Das Internet hat in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass es eine ganze Reihe von Anlagechancen gibt. Dazu zählen unter anderem Plattformen, auf denen man sich an Darlehen für Unternehmen oder an Bauprojekten beteiligen kann. Manche Anbieter haben bereits eigene Sparpläne im Portfolio, mit denen man nach und nach ein Portfolio aufbauen kann.

Dieses sogenannte Crowdinvesting dürfte in den kommenden Jahren sicher noch deutlich populärer werden. Deshalb lohnt es sich, immer wieder einen Blick auf aktuelle Finanznachrichten  verschiedener Anbieter zu werfen, die solche Möglichkeiten bieten. Als Geldanlage für Kinder eignen sich diese Alternativen zwar nur selten, in den nächsten Jahren dürfte es hier jedoch ebenfalls die eine oder andere passende Möglichkeit geben.

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