Fonds & ETFs

Indexfonds – günstige Variante für den Vermögensaufbau

Zusammenfassung
  • Mit einem Indexfonds können Anleger von der Entwicklung bestimmter Märkte profitieren, ohne dabei selbst in einzelne Aktien investieren zu müssen.

Private Anleger haben in den vergangenen Jahren immer mehr Geld in Indexfonds investiert. Diese Fonds, die auch mit dem englischen Begriff Exchange Traded Funds oder kurz ETFs bezeichnet werden, unterscheiden sich von klassischen Aktien- oder Rentenfonds in einem wichtigen Punkt. Sie werden nicht aktiv von Fondsmanagern verwaltet. Stattdessen wird die Entwicklung in einem Index, zum Beispiel im Dax oder im Dow Jones, nachgebildet.

Für die Kunden ist das wesentlich günstiger, schließlich fallen kaum Gebühren für die Verwaltung an. Auf lange Sicht wirkt sich das sehr positiv auf die Rendite aus.

In den Wertpapierdepots von immer mehr Anlegern finden sich ETFs, die man entweder einmalig oder über einen Sparplan kaufen kann. Speziell für langfristige Geldanlagen sind Indexfonds eine sehr sinnvolle Alternative zu klassischen Aktienfonds, aber auch zu klassischen Sparbüchern oder Festgeldkonten. In Zeiten allgemein niedriger Zinsen werfen diese schließlich kaum noch Rendite ab.

Wie beliebt ETFs mittlerweile sind, zeigen Veröffentlichungen von Direktbanken. Diese sprechen viele private Anleger mit ihren günstigen Wertpapierdepots an. In der Regel wird dort wesentlich mehr Geld in Indexfonds als in klassischen Fonds mit einem eigenen Management angelegt. In den nächsten Jahren dürfte sich an dieser Entwicklung wohl nur sehr wenig ändern.

Viele Anleger verpassen Chancen

Trotz der wachsenden Popularität haben viele Anleger die Chancen noch nicht erkannt, die Indexfonds zu bieten haben. Das liegt in erster Linie daran, dass die Gebühren bei einem klassischen Investmentfonds nicht besonders transparent sind. Das Geld für die Verwaltung wird aus dem Fondsvermögen entnommen, somit wird jeder einzelne Anteil nur ein kleines bisschen weniger wert. Prozentual wirkt sich das jedoch enorm aus, vor allem auf lange Sicht.

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Bei klassischen Fonds fallen für die Verwaltung oft Gebühren von rund zwei Prozent jährlich an. Ein großer Teil davon fließt als Provision an die Bank oder Sparkasse, die dem Anleger den Fonds verkauft hat. Somit ist es wenig verwunderlich, dass Bankberater ihren Kunden vor allem diese Produkte empfehlen.

Anteile an Exchange Traded Funds werden hingegen über die Börse ge- und verkauft, sodass teure Ausgabeaufschläge wegfallen. Außerdem liegen die Kosten für die Verwaltung bei Indexfonds oft nur zwischen 0,1 und 0,2 Prozent. Um die gleiche Wertentwicklung zu erreichen, muss das Management bei einem klassischen Aktienfonds also jedes Jahr eine Rendite erwirtschaften, die fast zwei Prozent höher als beim Indexfonds liegt. Auf lange Sicht schaffen das nur sehr wenige Fondsverwalter, zudem sollte man sich nicht von Zahlen für die letzten zwei oder drei Jahre blenden lassen.

Indexfonds bieten langfristige Perspektive

Natürlich gibt es auch bei Indexfonds bestimmte Varianten, die für Kleinanleger nicht unbedingt geeignet oder zumindest mit einem hohen Risiko behaftet sind. Wer etwa auf Indizes in Schwellenländern oder auf bestimmte Branchen setzt, geht das Risiko ein, dass der Wert der Fondsanteile stark schwankt.

Als Beimischung zum Depot können sich aber auch diese Alternativen lohnen. Darüber hinaus bieten einige Dachfonds die Chance, verschiedene Indizes miteinander zu kombinieren und auf diese Weise das Risiko recht breit zu streuen. Wer nicht selbst in verschiedene Indexfonds investieren will, sollte sich mit dieser Variante beschäftigen. Allerdings fallen die Gebühren dafür – genau wie bei Dachfonds allgemein – in der Regel ein wenig höher aus.

Wer hingegen mehr Sicherheit bevorzugt, sollte eher auf etablierte Werte oder breitgefächerte Indizes setzen. Über einen langen Zeitraum, zum Beispiel bei der Geldanlage für kleine Kinder oder bei der Vorsorge für die eigene Rente, kann man hier mit großer Sicherheit interessante Renditen erzielen.

Digitale Verwaltung des Portfolios

Wenn man sich als Anleger keine Gedanken über die Wahl der passenden Fonds machen will, ist die Verwaltung mittlerweile auch automatisch möglich. Dazu werden die sogenannten Roboadvisor verwendet.

Diese gibt es heute schon bei vielen Direktbanken sowie bei anderen Anbietern. Als Anleger muss man zum Start lediglich einige Fragen rund um seine Ziele, das Risikobewusstsein und den Anlagehorizont beantworten. Anschließend wird das Kapital automatisch verwaltet und bei Bedarf umgeschichtet.

Solche Roboadvisor gibt es in Deutschland erst seit einigen Jahren. Trotzdem erfreuen sie sich schon jetzt großer Beliebtheit. Einen umfangreichen Vergleich verschiedener Roboadvisor haben wir hier zusammengestellt. Dazu gibt es mehr Informationen zur Geschichte und zum genauen Ablauf.

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