Rund um die Geldanlage

Kapitalanlage – das sollten Sie wissen

Zusammenfassung
  • Sie sind auf der Suche nach der richtigen Kapitalanlage? Dann gibt es eine ganze Reihe von Punkten, die Sie beachten sollten.

Wer auf der Suche nach der perfekten Kapitalanlage für das eigene Ersparte ist, wird schnell merken, dass es eine riesige Zahl von verschiedenen Möglichkeiten gibt. Um sich in diesem Dschungel zurechtzufinden, muss man viele Punkte beachten.

Auf dieser Seite haben wir eine Reihe von Tipps zur Kapitalanlage zusammengestellt. Diese Informationen bieten einen ersten Überblick. Viele weitere Details werden zudem sehr ausführlich auf dieser Website erläutert. Allgemein geht es dabei immer um Risiken und Chancen. Vor allem wollen wir jedoch erklären, worauf man als Anleger im Einzelfall achten sollte.

Die folgenden vier Abschnitte bieten eine kurze Einführung in das Thema. Damit erhalten selbst Menschen, denen Themen rund um ihre eigenen Finanzen sonst zu komplex sind, eine einfache Übersicht. Wer sich näher mit bestimmten Aspekten beschäftigen möchte, findet diese über das Menü oder unter den Links, die hier an den passenden Stellen eingefügt sind.

Was versteht man unter einer Kapitalanlage?

Im Prinzip lässt sich diese Frage ganz einfach beantworten: Das eigene Ersparte wird angelegt und wirft im Laufe der Zeit Zinsen oder eine andere Form von Rendite ab. Dazu kann man das Geld an einen Partner (zum Beispiel eine Bank) übergeben, der mit dem Geld arbeitet und dafür Zinsen zahlt. Alternativ dazu kann man auch selbst in Sachwerte (zum Beispiel in Immobilien) investieren und diese dann verwalten. In jedem Fall ist es das Ziel, ein passives Einkommen zu erwirtschaften.

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In der Regel wird eine Kapitalanlage mindestens für einen Zeitraum von einigen Jahren vorgenommen. Wer zum Beispiel in zwei bis drei Jahren den Kauf eines Hauses plant, sollte bis dahin sparen und das Geld so anlegen, dass es zum Kaufzeitpunkt als Eigenkapital genutzt werden kann. Wer hingegen für die Rente vorsorgen möchte, kann mit deutlich längeren Laufzeiten planen. Diese sorgen oft für eine im Schnitt wesentlich höhere Rendite.

Drei Faktoren sind für jede Geldanlage entscheidend:

  • Rendite: Wie hoch fallen die Zinsen für das angelegte Kapital aus?
  • Sicherheit: Wie hoch ist das Risiko für einen Wertverlust?
  • Liquidität: Wann soll das Geld für andere Zwecke wieder zur Verfügung stehen?

Alle drei Faktoren haben natürlich eine gewisse Wechselwirkung aufeinander, die im nächsten Abschnitt genauer erläutert wird.

Was ist das „magische Dreieck“?

An den Ecken des „magischen Dreiecks“ finden sich die Punkte, die im vorigen Abschnitt schon erwähnt wurden. Das sind: Rendite, Sicherheit und Liquidität. Bei keiner Art der Kapitalanlage werden optimale Werte an allen Ecken gleichzeitig erreicht. Vielmehr arbeiten die einzelnen Ziele oft sogar gegeneinander. Anleger müssen sich deshalb für ein Ziel entscheiden, das optimiert werden soll.

Bei einer hohen Sicherheit sinkt in der Regel die Rendite, die man mit einer Kapitalanlage erzielen kann. Wer eine hohe Liquidität bevorzugt, muss ebenfalls meist mit einer kleinen Rendite Vorlieb nehmen. Wird hingegen die mögliche Rendite optimiert, sinkt die Sicherheit – im schlimmsten Fall kann das Kapital sogar weniger werden.

Wo und wie findet man die beste Kapitalanlage?

Diese Frage lässt sich nicht ganz leicht beantworten. Besonders wichtig ist dabei schließlich die Frage, was im Einzelfall sinnvoll ist und welche Ziele ein Anleger erreichen möchte. Zudem gibt es in Zeiten allgemein niedriger Zinsen nicht besonders viele Alternativen, die ordentliche Erträge abwerfen.

Allgemein ist hier wieder das magische Dreieck, das im vorigen Abschnitt beschrieben wurde, sehr wichtig. Als Anleger muss man sich Gedanken darüber machen, welche Rolle die Sicherheit und die Liquidität spielen. Daraus ergibt sich die Höhe der Rendite, die sich erreichen lässt.

Zugleich sollte man natürlich nicht nur auf eine Form der Anlage setzen. Stattdessen lohnt es sich, verschiedene Varianten zu kombinieren. Dazu zählen kurz- und langfristige Alternativen, aber auch Anlagen mit einem geringen oder mit einem recht hohen Risiko. Der Anteil dieser letzten Variante sollte natürlich nicht zu hoch ausfallen, um vor Verlusten geschützt zu sein. Allerdings bieten riskante Anlage auch die Chance auf hohe Renditen, die man nicht vernachlässigen sollte.

Alles in allem ist eine möglichst breite Streuung also sehr sinnvoll. Dazu muss man übrigens nicht über ein großes Vermögen verfügen. Selbst mit kleinen Beträgen ist es möglich, unterschiedliche Formen von Wertpapieren zu kaufen und diese mit Tages- oder Festgeldkonten zu kombinieren. Die nötigen Erfahrungen im Umgang mit Geld kann man im Laufe der Zeit sammeln.

Welche Arten gibt es in der Praxis?

Die in den vorigen Absätzen erwähnten drei Aspekte lassen sich auch nutzen, um einzelne Anlageformen voneinander zu unterscheiden. Allerdings sind die Übergänge dabei oft fließend. So gibt es zum Beispiel eine ganze Reihe von Aktienfonds, bei denen Chancen und Risiken sehr unterschiedlich sind. Bei einem Fonds, der in große Unternehmen auf Märkten wie Deutschland oder den USA investiert, ist die Sicherheit relativ hoch. Anders ist das bei einem Fonds, der auf relativ kleine Firmen in einer bestimmten Branche setzt. Zugleich sind die Chancen auf eine hohe Rendite bei der zweiten Alternative jedoch wesentlich größer.

Eine kurze Übersicht mit verschiedenen Arten der Kapitalanlage sieht etwa so aus:

  • Liquide Alternativen: Kurzfristiges Festgeld, Tagesgeld, Girokonto mit Zinsen.
  • Sichere Alternativen: Bausparvertrag, Sparbuch, Rentenfonds oder Immobilien.
  • Alternativen mit Chancen auf hohe Renditen: Aktienfonds oder einzelne Aktien, Optionen oder geschlossene Fonds mit bestimmten Schwerpunkten.

In dieser Übersicht sind natürlich längst nicht alle Möglichkeiten aufgeführt. Trotzdem wird so bereits deutlich, dass es eine enorme Vielzahl von Möglichkeiten für die Geldanlage gibt. Damit das eigene Vermögen nach und nach größer wird, sollte man sich also in Ruhe Gedanken machen. Es gibt keine Empfehlung, die für jeden Sparer perfekt passt.

Darüber hinaus ist es sinnvoll, sich von Zeit zu Zeit Gedanken darüber zu machen, ob man seine Anlagen neu strukturieren sollte. Junge Singles haben schließlich andere Wünsche als Paare mit Kindern, die demnächst ausziehen wollen. Das sollte sich auch in der Struktur des eigenen Vermögens spiegeln.

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