Rund um die Geldanlage

Mintos überzeugt mit guten Zahlen – vor der Coronakrise

Zusammenfassung
  • Der Jahresbericht für 2019 zeigt ein enormes Wachstum – allerdings dürfte die Coronakrise in diesem Jahr negative Auswirkungen auf Mintos haben.

Wer sich für P2P-Kredite als Geldanlage interessiert, hat sicher schon einmal von Mintos gehört. Das Unternehmen mit Sitz in Lettlands Hauptstadt Riga hat sich seit der Gründung im Jahr 2015 schnell einen Namen in der Branche gemacht. Dabei spielt natürlich vor allem die Höhe der Renditen eine Rolle. Zudem können Investoren hier schon mit sehr kleinen Beträgen von den Chancen auf dem Markt für P2P-Kredite profitieren.

Der Jahresbericht für 2019 zeigt, dass die Wachstumraten bei Mintos enorm waren. Mehr als 136.000 Investoren – aus nicht weniger als 91 Ländern – haben sich im Jahr 2019 neu bei Mintos angemeldet, eine Steigerung von rund 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit waren am 31. Dezember insgesamt mehr als 230.000 Nutzer bei der Plattform angemeldet.

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Besonders wichtig ist jedoch eine andere Zahl. Allein im Jahr 2019 wurden 2,8 Milliarden Euro an Darlehen über den Marktplatz von Mintos finanziert. Das war eine Summe, die höher als der Gesamtbetrag von 2015 bis 2018 war. Aktive Investoren hatten damit im Schnitt über 4700 Euro angelegt, verteilt auf 241 unterschiedliche Darlehen. Die durchschnittlichen Zinsen für Kredite lagen 2019 bei nicht weniger als 11,9 Prozent.

Diese Zahlen sind durchaus eindrucksvoll und zeigen, dass dieser spezielle Markt durchaus sehr interessant ist. Natürlich sollte man nicht unbedingt sein gesamtes Vermögen in P2P-Krediten investieren. Als Beimischung für das eigene Portfolio bieten sich hier aber gute Chancen, zudem lassen sich über Plattformen wie Mintos die Risiken sehr leicht streuen.

Derzeit ist jedoch durchaus ein wenig Vorsicht geboten. Die Coronakrise dürfte schließlich auch in diesem Bereich für schwache Zahlen sorgen. Im Jahr 2020 wird das Wachstum sicher nicht ungebremst weitergehen, das hat schon vor einigen Wochen ein Blogbeitrag bei Mintos selbst gezeigt. Es wird sicher einige Monate – oder sogar Jahre – dauern, bis man wirklich beurteilen kann, ob es sich nur um eine kurze Delle oder um eine nachhaltige Schwächung des Geschäftsmodells von Mintos & Co. handelt.

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