Rund um Wertpapiere

Wertpapiere kaufen – gute Alternative bei niedrigen Zinsen

Zusammenfassung
  • Mit traditionellen Sparkonten lässt sich kaum Geld verdienen – Anleger sollten daher Wertpapiere kaufen, wenn sie höhere Renditen wünschen.

Das Sparen ist für die Deutschen zwar sehr wichtig, Wertpapiere kaufen ist jedoch noch immer ein Thema, mit dem sich relativ wenige Anleger beschäftigen. Das ist gerade in Zeiten niedriger Zinsen jedoch nicht sehr verständlich, schließlich gibt es ganz verschiedene Formen von Wertpapieren, die viele Chancen bieten. Zugleich kann man relativ einfach die richtigen Alternativen für die individuellen Pläne und Sparziele finden.

Wer sich selbst keine Gedanken über die Auswahl machen will, kann sein Vermögen übrigens auch digital verwalten lassen. Das ist mit Hilfe sogenannter Roboadvisor möglich. Einen großen Vergleich der besten Varianten gibt es hier.

Feste oder variable Zinsen?

Wenn man Wertpapiere kaufen möchte, sollte man sich zunächst einmal Gedanken über die passende Alternative machen. Grundsätzlich werden zwei Formen von Wertpapieren unterschieden: festverzinsliche und variabel verzinsliche Wertpapiere.

Wer sich auf einen festgelegten Zinssatz für eine mehr oder weniger sichere Rendite verlassen möchte, sollte sich auf Anleihen, Genussscheine oder Pfandbriefe verlassen. Besonders populär sind Anleihen, die sowohl von Regierungen als auch von Unternehmen ausgegeben werden. Sie sind oft an der Börse notiert. Die Höhe der Zinsen, die für eine Anleihe fällig werden, hängt in erster Linie von der Bonität des Emittenten ab.

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In der Regel sind Anleihen so strukturiert, das über einen gewissen Zeitraum jährliche Zinsen gezahlt werden. Am Ende der Laufzeit wird das geliehene Kapital dann zurückgezahlt. Bei Emittenten mit einer schlechten Bonität fallen die Zinsen zwar höher aus. Dafür kann es jedoch sein, dass es zu Zahlungsausfällen kommt. Deshalb sollte man gut auf das Risiko achten, bevor man sich für solche Papiere entscheidet. Auch bei anderen festverzinslichen Wertpapieren bedeutet eine höhere Rendite grundsätzlich ein höheres Risiko.

Als variabel verzinsliche Wertpapiere werden vor allem Aktien bezeichnet. Diese bieten neben der Chance auf Kursgewinne nämlich auch die Möglichkeit, eine Dividende zu kassieren. Die Höhe der Dividende wird jährlich durch das jeweilige Unternehmen festgelegt und kann sich – abhängig vom Umsatz und vom Gewinn – jederzeit ändern.

Wie kann man Wertpapiere kaufen?

Wenn man für die eigene Geldanlage Wertpapiere kaufen möchte, benötigt man dafür ein Wertpapierdepot. Solch ein Depot kann man bei seiner Hausbank oder bei einer Direktbank eröffnen. Davon haben sich mittlerweile sehr viele auf diesen Bereich spezialisiert. In der Regel ist man bei einer Direktbank besser aufgehoben, da die Gebühren für die Depotführung meist wesentlich günstiger sind.

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Käufe und Verkäufe werden lassen sich ebenfalls über die Bank abwickeln, bei der das Depot geführt wird. Wie hoch die Gebühren dafür ausfallen, ist von der Art der Wertpapiere sowie der allgemeinen Gebührenstruktur des jeweiligen Brokers abhängig. Auch hier gibt es enorme Unterschiede zwischen verschiedenen Anbietern.

Kosten schmälern die Rendite

Ob es sich bei bestimmten Formen von Wertpapieren um die beste Geldanlage 2020 oder nicht handelt, kann man vorher natürlich kaum wissen. Allgemein sind Wertpapiere eher eine langfristige Form der Anlage, auch wenn es natürlich gewisse Ausnahmen gibt.

Auch bei einer langen Laufzeit sollte man jedoch gut auf die Kosten achten, die für den Kauf und Verkauf der Papiere sowie für die Aufbewahrung im Depot fällig werden. Wenn allein die Transaktionskosten bereits bei fünf Prozent der investierten Summe liegen, muss die Rendite relativ hoch ausfallen, damit diese über der Inflationsrate liegt. Wenn zudem die Depotführung teuer ist, lohnt sich der Kauf eventuell gar nicht. Ein genauer Blick in die Gebührenstruktur der Bank, bei der man sein Depot führen möchte, lohnt sich somit in jedem Fall.

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